Die Frage kommt in jedem Internationalisierungs-Briefing: Sollen wir Markets Pro nutzen oder separate Stores pro Land aufsetzen? Die Antwort ist — wie so oft — abhängig vom Kontext.
Markets Pro übernimmt Duties & Taxes, lokale Zahlungsmethoden und Währungsumrechnung out-of-the-box. Für Brands mit weniger als CHF 2 Mio. Jahresumsatz pro Zielmarkt ist das meistens die richtige Wahl. Der Overhead eigener Stores rechnet sich schlicht nicht.
Ab CHF 5 Mio. pro Markt wird die Rechnung anders. Eigene Stores erlauben lokales Pricing (nicht nur Umrechnung), lokale Fulfillment-Zentren mit eigenen Lagerbeständen, und — entscheidend — eigene Marketing-Budgets mit lokaler Attribution.
In drei EU-Rollouts haben wir beide Modelle parallel getestet. Das Ergebnis: Markets Pro hatte in allen drei Fällen einen höheren CVR bei Erstkäufern (einfacherer Checkout). Eigene Stores gewannen bei Repeat-Rate und AOV — weil lokales Content-Marketing und CRM-Flows besser segmentiert werden konnten.
Unsere Empfehlung: Starten Sie mit Markets Pro. Migrieren Sie auf eigene Stores erst, wenn der Markt die Investition in lokales Team und lokales Marketing rechtfertigt. Der Technologie-Wechsel ist trivial — der Organisationswechsel ist es nicht.
