Nach 24 Stack-Audits in 18 Monaten haben wir unseren Entscheidungsbaum für die Headless-Frage formalisiert. Vier Achsen, gewichtet, mit klaren Schwellwerten.
Achse 1: Brand-Ambition. Will die Marke ein digitales Erlebnis, das sich fundamental von Wettbewerbern unterscheidet? Wenn ja, ist die gestalterische Freiheit von Headless relevant. Wenn der Shop primär transaktional ist, reicht Liquid.
Achse 2: Content-Velocity. Wie oft ändern sich Inhalte? Tägliche Updates durch ein Redaktionsteam profitieren von einem Headless-CMS mit Preview-Workflows. Wöchentliche Collection-Updates durch eine Person sind in Shopify-native besser aufgehoben.
Achse 3: Team-Setup. Headless braucht React-Engineers — nicht für den Launch, sondern dauerhaft. Security-Patches, Dependency-Updates, Performance-Monitoring. Ohne dediziertes Team wird Headless zur technischen Schuld.
Achse 4: Performance-Ziele. Wenn Sub-Sekunden-LCP auf Mobile geschäftskritisch ist und der Traffic-Mix Performance-Marketing-lastig ist, bringt Edge-Rendering einen messbaren ROI.
Scoring: Jede Achse wird 0–3 bewertet. Ab Score 9 empfehlen wir Headless. 6–8 ist eine Grauzone (meistens Shopify-native + API-Extensions). Unter 6 ist Shopify-native die klare Empfehlung.