MACH-Architektur, Composable Commerce, Headless — die Buzzwords sind laut. Die Realität ist leiser. In 24 Stack-Audits haben wir vier Fragen identifiziert, die zuverlässig zur richtigen Architektur-Entscheidung führen.
Frage 1: Wie viele Content-Editoren publizieren täglich? Wenn mehr als drei Personen regelmässig Content erstellen und der Content nicht in Standard-Shopify-Templates passt, lohnt sich ein Headless-CMS. Wenn eine Person pro Woche eine Kollektion aktualisiert, ist Shopify-native schneller.
Frage 2: Brauchen Sie unterschiedliche Frontends pro Kanal? Eine App, ein Kiosk-Terminal und ein Webshop mit derselben Datenquelle — das ist ein starkes Argument für eine API-first-Architektur. Ein Webshop mit optionalem POS? Shopify reicht.
Frage 3: Wie gross ist Ihr Engineering-Team? Composable Commerce braucht Wartung. CDN-Konfiguration, Build-Pipelines, API-Versioning, Monitoring. Unter drei dedizierten Engineers wird Composable zum Risiko.
Frage 4: Was ist Ihr Performance-Ziel? Wenn Sub-Sekunden-LCP auf Mobile geschäftskritisch ist (High-Traffic-Brands, Performance-Marketing-getrieben), kann Headless mit Edge-Rendering einen messbaren Vorteil bringen. Für die meisten Brands reicht ein gut optimiertes Liquid-Theme.
Unsere Statistik: In 18 von 24 Audits war die Empfehlung Shopify-First mit punktuellen API-Erweiterungen. In vier Fällen Headless mit Hydrogen. In zwei Fällen ein Composable-Stack mit externem CMS und PIM.
